Die Burgen - Zentren und Stützpunkte beginnender Territorialverwaltung im Mittelalter

 

Relikte einer sehr viel älteren Verwaltungsgeschichte unseres Landschaftsraumes begegnen uns heute noch in den hier zahlreich vorhandenen Burgen. Ihre Entstehungsgeschichte reicht zurück ins Mittelalter. Burgen und Schlössen waren bis zum Ende der Agrargesellschaft nicht nur die Wohnorte des Adels, sondern auch Verwaltungszentren.
Im Nahe- und Hunsrückraum konnten seit dem 13. Jahrhundert die heimischen Adelsgeschlechter der Wildgrafen und der Grafen von Sponheim eine Art Landesherrschaft begründen und sie in der Folgezeit zum Gegenstand dynastischer Erb- und Heiratspolitik machen. Neben den Inhabern der reichsritterschaftlichen Herrschaft Wartenstein waren die wild- und rheingräflichen Familien von Dhaun und Kyrburg und die Grafen von Sponheim-Kreuznach für die meisten Dörfer der heutigen Verbandsgemeinde über Jahrhunderte hindurch ortsbestimmend. Die für die Feudalzeit geltende Gebietshoheit dieser Adelsgeschlechter im Bereich der heutigen Verbandsgemeinde Kirn-Land ist deshalb symbolisch im Wappen der Verbandsgemeinde Kirn-Land angedeutet.

Die herrschaftliche Zugehörigkeit der Gemeinden unseres heutigen Gemeindeverbandes verteilte sich gegen Ende des 18. Jahrhunderts wie folgt:

- Nach der Teilung der vorderen Grafschaft Sponheim zwischen Kurpfalz und Baden im Jahr 1707 standen die meisten Dörfer unter der Landeshoheit der Markgrafen von Baden. Dazu gehörten mit Brauweiler, Kellenbach, Schwarzerden, Weitersborn und Königsau (z. T. reichsritterschaftlich) die Orte des ehemaligen sponheimischen Amtes Koppenstein, das dem badischen Oberamt Kirchberg eingegliedert war.

- Eine andere, größere badische Verwaltungseinheit bildete das Oberamt Naumburg mit den Dörfern Bärenbach, Becherbach, Heimberg, Krebsweiler, Limbach und Otzweiler (z.T. salm-kyrburgisch). Mit dem Oberamt Naumburg war nach dem Jahr 1776 auch das Amt Herrstein sowie die Verwaltung der reichsritterschaftlichen Herrschaft Martinstein verbunden, zu welcher z. B. Horbach zählte.

- Zu den Kernbesitzungen der Wild- und Rheingrafen gehörten nach wie vor die heutigen Ortsgemeinden Hochstetten-Dhaun und Simmertal als Bestandteil des wild- und rheingräflichen Amtes Dhaun sowie das Dorf Meckenbach als Teil des Oberamtes Salm-Kyrburg.

- Die ehemaligen wildgräflichen Dörfer Bruschied und Schneppenbach, die zusammen mit der Schmidtburg Mitte des 14. Jahrhunderts an den Erzbischof von Trier kamen, waren dem kurtrierischen Amt Schmidtburg zugehörig.

- Inmitten dieser größeren territorialen Gebilde der Markgrafen von Baden, der Wild- und Rheingrafen und des Kurfürstentums Trier lag die Herrschaft Wartenstein. Das seit dem 16. Jahrhundert im Besitz der Freiherrn von Warsberg befindliche Amt Wartenstein wurde u. a. von Hahnenbach, Hennweiler, Oberhausen, Heinzenberg und Kallenfels gebildet und war reichsritterschaftliches Territorium.

 
 
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