Stiftskirche St. Johannisberg

 


Lage: Hochstetten-Dhaun; OT St. Johannisberg

Geschichte

Das genaue Erbauungsdatum der Kirche ist unbekannt. Es wird nach 1263 gewesen sein, als ein Zweig des Geschlechts der Wild- und Rheingrafen seinen Sitz auf Schloss Dhaun nahm. Die Kirche zeigt sich als ein verhältnismäßig schlichter verputzter Bruchsteinbau. Sie diente wohl schon seit Bestehen als Grablege der Dhauner Wildgrafen.

1283
Anlässlich eines Teilungsvertrages über die Wildgrafenschaft wird die Kirche erstmalig urkundlich erwähnt.

1317
Die Dhauner Wildgrafen unterstellen die Kirche dem Erzbischof Peter vom Mainz.

1318
St. Johannisberg wird zur Stiftskirche erhoben. Vier, später sechs Geistliche (Stiftsherren) übernehmen die Gottesdienste. Erster Umbau der Kirche. Die Spitzbogenfenster auf der Nord- und Westseite und das zweiteilige Maßwerkfenster mit Vierpass auf der Nordseite stammen aus dieser Phase.

1438
Beginn des Neubaus der baufällig gewordenen Kirche.

1561
Im Zuge der Reformation wird aus der Stiftskirche die "Ev. Superintendentur St. Johannisberg", die die kirchliche Verwaltung für zahlreiche ev. Pfarreien der Gegend stellt.

1595
Unter Adolf Heinrich von Dhaun wird der Chor der Kirche erneuert und ausgemalt.

1794
Die Gruft im Chor wird von französischen Soldaten geplündert und verwüstet.

1844
Das Gewölbe wird niedergelegt und durch eine flache Balkendecke ersetzt. Die Familiengruft unter dem Chor wird aufgefüllt, der Fußboden des Kirchenschiffes um etwa einen Meter erhöht. Von der Gemeinde Laubach bei Simmern wird für 500 Taler eine Orgel erworben. Die bekannte Orgelbauerfamilie Stumm aus Rhaunen-Sulzbach baute sie ursprünglich im Jahr 1782.

1890
Bis zu dieser Zeit wird der Kirchgarten noch als Friedhof für die Verstorbenen von Hochstetten und Dhaun genutzt.

um 1900
Der Turmhelm wird neu aufgeführt.

In den Jahren 1909-10, 1947-48 und 1964-67 werden Ausbesserungen bzw. Innen- und Außenrenovierungen an der Kirche durchgeführt.

Der besondere kulturhistorische Wert der Kirche liegt in ihren insgesamt 22 Grabmälern und Schrifttafeln der gräflichen Familie, Stiftsherren und Dhauner Hofbeamten bzw. deren Familienangehörigen. Sie umspannen den großen Zeitraum von 1323 bis 1756 und beweisen z.T. eine hohe Qualität, wie z.B. Das Grabmal für den Wild- und Rheingrafen Philipp (?1521), das die Person naturnah wiedergibt und als bedeutendes Werk der deutschen Frührenaissance gilt.

Quelle


Text und Bilder enstammen dem LEADER+ Projekt
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