Ruine Naumburg

 

Lage: Gemarkung Bärenbach
Öffnungszeiten: Außenanlage ganzjährig frei zugänglich

Geschichte

Die Naumburg liegt auf einem Felssporn an der Mündung des Bärenbaches in die Nahe. Der Name (Naumburg = Neuburg) rührt wohl von der Neugründung im Vergleich zur ehemaligen Feste Hachenfels oder der nahe gelegenen Kyrburg her.

11. Jh.
wohl Entstehungszeit der Burg. Erbauer sind die Nahegaugrafen (Emichonen).

1065
schenkt König Heinrich IV. dem Bischof Einhart von Speyer neben anderen Besitzungen das Lehen des Eberhart von Neuenburg. Wenn es sich hier um die Naumburg handelt, ist dies ihre erste urkundliche Erwähnung.

1140
teilt der letzte Nahegaugraf Emich VI. seinen Besitz. Sein Sohn Emich VII. erhält die Naumburg mit dem Becherbacher Gericht.

1146
nennt sich Raugraf Emicho "Graf von Nuenburc".

1323
Die Raugrafen sind in schlechter wirtschaftlicher Lage. Konrad II. verkauft die Naumburg an Erzbischof Balduin von Trier und erhält sie von ihm als Lehen zurück.

1346
Obwohl die Burg weiterhin ein Lehen des Trierer Erzbischofs ist, verpfändet Raugraf Georg II. eine Hälfte an Graf Walram von Sponheim.

14. Jh.
In der zweiten Hälfte des Jahrhunderts erwerben die Sponheimer Grafen die Burg und das Becherbacher Gericht endgültig. Die Naumburg gehört zur Vorderen Grafschaft Sponheim. Sie wird auf einen Verwaltungssitz reduziert.

1417
stirbt der Stamm der Vorderen Grafschaft Sponheim mit Elisabeth, Tochter des Grafen Simon III. aus. Sie hinterlässt 1/5 ihres Erbes dem Kurfürsten von der Pfalz, demnach auch 1/5 der Naumburg. Die restlichen 4/5 gehen an den Grafen Johann von Sponheim-Starkenburg.

1417
stirbt Johann von Sponheim-Starkenburg. Schloss und Amt Naumburg gelangen Stück für Stück an Kurpfalz und die Markgrafen von Baden.

1500

Vermutlich wird um diese Zeit eine Kapelle im Burgbereich errichtet. Es heißt, dass hundert Personen in ihr Platz gehabt hätten. Da sie ausschließlich für die Burgbewohner vorgesehen ist, ist von einer großen Anzahl von Personal auszugehen.


1710
beginnen die Markgrafen von Baden, die seit 1707 alleinige Besitzer der Burg sind, mit Erneuer- und Erweiterungsarbeiten.

1773
verzeichnet das Kirchenbuch von Martin-Weierbach die Taufe des Sohnes von Joh. Matthias Nagel, Scharfrichter und Wasenmeister, in der Schlosskirche zu Naumburg.

1783
beschreibt Pfarrer Hildebrand die Naumburg als ein "altes steinernes, schlechtes Gebäude nach gotischer Art ohne Symetrie u. Ordnung u. enthält lauter kleine niedrige Zimmer. Vor 20 Jahren ist ein neuer zweistöckiger Flügel daran gebauet worden, in welchem nunmehr die Beamten wohnen, u. der einen großen Saal, 3 Stuben u. etliche Kammern enthält, welche alle hell u. geräumig sind (...)." Die Anlage besteht aus verschachtelt angeordneten Gebäuden, einer Kapelle mit Dachreiter und einem kleinen Turm. Die Zugbrücke über den sie umgebenen Graben und eine eigene Wasserversorgung gibt es im 18. Jahrhundert nicht mehr. Die Untertanen müssen Wasser aus dem Bärenbach nach oben tragen. Die Ummauerung der Burg ist z. T. niedergelegt.

1803
sprengen französische Truppen die Naumburg und versteigern ihre Trümmer, die zum Hausbau wieder verwendet werden.

Anfang 19. Jh.
Es sind noch einige Reste der Naumburg zu erkennen.

1934
erfolgen Freilegungsarbeiten der Ruinen, so dass der Grundriss der Burg wieder erkennbar ist.

In den 1980er Jahren
wird die Ruine von Schutt befreit, einige Mauern und Turmreste wieder aufgemauert.


Impressionen


 
 
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