Ruine Schmidtburg

 


Lage: Hahnenbachtal, Gemarkung Schneppenbach
Öffnungszeiten: Außenanlage ganzjährig frei zugänglich

Geschichte

Die Schmidtburg ist die älteste Burg im Nahe- und Hunsrückraum und eine der ältesten Burgen in Deutschland.

  • Ihre Errichtung erfolgte ursprünglich aus reinem Schutzbedürfnis und geht auf das Jahr 926 zurück. Dies erklärt ihre verborgene Lage. Erst im Verlauf des Hochmittelalters wurde die Fliehburg zum Stützpunkt königlicher Reichsverwaltung und Ausgangspunkt eigener Gebietsherrschaft hochadeliger Familien, die seit dem 11. Jahrhundert in Urkunden als "comes silvestris" genannt werden.
  • Im 11. Jahrhundert wird die Burg als "Smedeburg" erstmals erwähnt. Der Name und aufgefundene Gussrückstände in tieferen Erdschichten lassen auf ihre zusätzliche Bedeutung als Produktionsstätte in Form von Erzverhüttung und Metallverarbeitung schließen. Für eine Verhüttung von Erzen war das Verfügungsrecht der Burgbesitzer über umfangreiche Waldbestände unabdingbar. Die Bedeutung dieses Privilegs schlägt sich in der Bezeichnung "Wildgrafen" der Burgherren nieder.
  • Mitte des 14. Jahrhunderts gelang es dem Trierer Erzbischof Balduin von Luxemburg nach vorangegangenen Erbstreitigkeit der Wildgrafen die Burg in seinen Besitz zu bringen. Die darum erfolgten Auseinandersetzungen gipfelten in der sog. "Dhauner Fehde" (1337-1342), die zugunsten des Trierer Kurfürsten entschieden wurde. Die Burg wurde als neuer kurtrierischer Verwaltungssitz weiter ausgebaut und hatte der Überlieferung nach ihre Blütezeit im 14./15. Jahrhundert.
  • 1688 wurden die Befestigungsanlagen der Burg von französischen Soldaten im Verlauf der Reunionskriege geschleift. Die Oberburg blieb aber noch Amtssitz des kurtrierischen Amtes Schmidtburg mit u.a. Bundenbach, Bruschied und Schneppenbach.
    Gegen Ende des 18. Jahrhunderts verlor die Burg ihre Funktion als Wohn- und Verwaltungssitz und wurde in der Folgezeit zur Wüstung.
  • Erst nach umfangreichen Freilegungs- und Sicherungsarbeiten durch die Ortsgemeinde Schneppenbach und die Verbandsgemeinde Kirn-Land in den 1970/80er Jahren wurde die Größe der von der Natur fast völlig vereinnahmten Anlage wieder erkennbar. Die Ruine bleibt aufgrund ihrer abgeschiedenen Lage ohne wirtschaftliche Nutzungsmöglichkeit. Dafür ist sie ein Ort reinen Naturerlebens, eine Oase der Ruhe und Erholung.

Quelle



Text und Bilder enstammen dem LEADER+ Projekt
Agenda-Rundwanderwegenetz Kirn-Land

Impressionen



 
 
Öffnungszeiten

Verwaltung

Montag  und Dienstag
08:00 Uhr - 12:30 Uhr und
14:00 Uhr - 16:00 Uhr

Mittwoch
08:00 Uhr - 12:30 Uhr
nachmittags geschlossen

Donnerstag
08:00 Uhr - 12:30 Uhr und
14:00 Uhr - 18:00 Uhr

Freitag
08:00 Uhr - 12:30 Uhr
nachmittags geschlossen

Bürgerbüro

Montag und Dienstag
07:30 Uhr - 17:00 Uhr

Mittwoch
07:30 Uhr - 12:30 Uhr
nachmittags geschlossen

Donnerstag
07:30 Uhr - 18:00 Uhr

Freitag
07:30 Uhr - 12:30 Uhr
nachmittags geschlossen

Kontakt

Verbandsgemeindeverwaltung
Kirn-Land


Bahnhofstraße 31
55606 Kirn


Telefon: 06752/138-0
Telefax: 06752/138-62
E-Mail:
verwaltung@kirn-land.de
Internet: www.kirn-land.de
RLP-Direkt
rlpdirekt