Heinzenberg

 

Ortsbürgermeister: Walter Rockenbach
Dorfstraße 7, 55606 Heinzenberg


Die Geschichte

Mit rund 40 Einwohnern ist die Ortsgemeinde Heinzenberg die kleinste Gemeinde im ganzen Landkreis Bad Kreuznach. Vorgeschichtliche Grabhügel und Spuren römischer Besiedlung bezeugen eine frühe Siedlungsgeschichte der kleinen Gemarkung von Heinzenberg.
Im Mittelalter stand etwas oberhalb des Dorfes eine kleine Burg, die 1152 als "Hemezberg" oder "Henzenberg" urkundlich erwähnt wird. Bewohner, die Herren von Heinzenberg, spielten in unserem Raum im Mittelalter eine nicht unbedeutende Rolle, wo sie als Vasallen der Grafen von Veldenz und der Wildgrafen sowie als Ministeriale der Erzbischöfe von Mainz und Trier in Erscheinung traten. Zu den Veldenzer Lehen der Heinzenberger gehörte u.a. die Vogtei Hennweiler. Dort waren sie als Vögte im Auftrag ihres Lehnsherrn mit der Ausübung der Gerichtsbarkeit, der Einnahme und Festsetzung von Steuern und Abgaben der Untertanen und für den militärischen Schutz der Bevölkerung und Kirche betraut. Der Vogteibezirk, in dem sie diese Amtsgewalt ausübten, umfasste die Dörfer Hennweiler, Oberhausen, Guntzelberg, Rode, das Tal (Dorf) Heinzenberg und den Hof Eigen.
Im Jahr 1278 verkauften die Heinzenberger ihre Burg dem Erzbischof von Trier, der die Ministerialienfamilie seinerseits damit belehnte. Mehrmals waren die Heinzenberger Schirmvögte des Klosters Ravengiersburg. Ihr Wappen mit der silbernen Schnalle weist auf eine Verwandtschaft mit den Herren von Schmidtburg hin.

Unter den Herren von Heinzenberg ragt Wilhelm III. von Heinzenberg besonders heraus, was bereits zu seiner Zeit im lat. Namenstitel "Nobilis vir" (Edelmann) verdeutlicht wurde. Als Minnesänger, dessen Lieddichtung sogar in die Manessische Liederhandschrift Eingang fand, hatte der Heinzenberger einigen Ruhm erlangt.

Kurz vor 1400 starb das Geschlecht der Heinzenberger aus, deren Erbe nun auf die Ritter von Wartenstein über dem Hahnenbachtal überging. Wartenstein wurde mit dem Beginn des 15. Jh.s. Verwaltungsmittelpunkt der reichsritterschaftlichen Herrschaft Wartenstein, zu der auch das Dorf Heinzenberg gehörte. Die Gerichtsbarkeit in diesem Amtsbezirk lag zunächst bei den Herren von Schwarzenberg und ab 1583 bei den Herren von Warsberg.

Nach dem Ende der Feudalherrschaft und der französischen Verwaltungsreform seit 1798 war die Ortsgemeinde Heinzenberg Bestandteil der Mairie Kirn. Um 1800 zählte der Ort nur 6 eingeschossige Gebäude.

Nach dem Ende der französischen Herrschaft war die nun in "Bürgermeisterei Kirn" umbenannte Gebietskörperschaft zunächst dem Kreis Simmern,  dann dem Kreis Oberstein zugeordnet. Erst im Mai 1817 erfolgte die Eingliederung in den preußischen Kreis Kreuznach.
Als Kirn im Jahr 1857 Stadtrechte und eine eigene Verwaltung erhielt, bildeten die Landgemeinden die "Landbürgermeisterei Kirn", die vom Kirner Bürgermeister mitverwaltet wurde. Als diese Personalunion 1896 aufgehoben wurde, wählten die Vertreter der Landgemeinden ihren eigenen Bürgermeister. Die kleine Ortsgemeinde Heinzenberg verblieb ununterbrochen im Gemeindeverband "Amt Kirn-Land", der im Zuge der Verwaltungsreform im Jahr 1969/70 zur "Verbandsgemeinde Kirn-Land" umgebildet wurde.
Die Ortsgemeinde wies 1980 50 Einwohner sowie 13 Wohnungen in 13 Gebäuden auf. Ende 1993 lebten 50 Einwohner in der Gemeinde. 11 Gebäude werden im Ort ausgewiesen.

 
 
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Kirn-Land


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