Heimweiler

 

Ortsbürgermeister: Wilfried Schlarb
Im Altenberg 2, 55606 Heimweiler, Telefon: 06757/200
Homepage: www.krebsweiler-heimberg.de


Die Geschichte

Die Ortsgemeinde Heimweiler entstand 1969 durch den Zusammenschluss der beiden Gemeinden Heimberg und Krebsweiler.

Funde aus einem frührömischen Brandgrab bei Krebsweiler und vorgeschichtliche Grabhügel auf der Gemarkung von Heimberg weisen auf eine frühe Besiedlung der Gemarkungen beider Dörfer hin. Ebenso wie bei den meisten Orten des Kreises dürfte auch die Gründung von Heimberg und Krebsweiler während der Periode der "Erschließung des jüngeren Siedlungsraumes" (7. - 12. Jh.) erfolgt sein. Die Ortsnamen werden verschieden gedeutet. Bei Heimberg entspricht das Bestimmungswort "Heim" den Namensformen "Heym", "Heien", "Hen", "Hahn", "Haan" etc. und geht zurück auf das ahd. "hagan" (="hagen") in der Bedeutung von Wald (Hag = Waldstück). Da bei der fränkischen Siedlungserschließung die Ortsnamensgebung jedoch eng mit Personen- oder Familiennamen zusammenhing, scheint für Heimberg die Deutung "Berg (Rodungsberg/Burg) des Hano (Hein, Hagen, Henn, Heinrich etc.)" möglich.
Auch bei Krebsweiler scheint das Bestimmungswort "Krebs" (urkundl. 1375 "Krebeswilre") auf einen Personen- oder Beinamen zurückzugehen und könnte als "Hofgut des Krebes" (Grebe, Greber, Krebs etc.) gedeutet werden. Im hessischen Raum war der "Grebe" der Dorfschulze oder Gemeindevorsteher. In unserer Region hatte die alte Bezeichnung "Heimberger" oder "Heymbürge" die gleiche Bedeutung.

Urkundlich erscheinen beide Dörfer im Jahr 1375 als "Krebeswilre" und "Heymberch". Beide Dörfer gehörten bis zum Ende des 18. Jahrhunderts zum Amt Naumburg. Beide Siedlungen bildeten ein besonderes "Ingericht" im "Gericht Becherbach". Dieser mittelalterliche Gerichts- und Verwaltungsbezirk, der mit dem Kirchspiel Becherbach identisch war, stand im hohen Mittelalter wohl zunächst unter raugräflicher Verwaltung, die ab dem 14. Jahrhundert an die Grafen von Sponheim-Kreuznach überging. Nach deren Aussterben kam Amt Naumburg unter kurpfälzisch-badische Verwaltung bis schließlich das Amt 1776 ganz an die Markgrafen von Baden fiel.

Am mittelalterlichen "Ingericht" von Krebsweiler und Heimberg hatten im Spätmittelalter die Herren von Heinzenberg Rechtsanteile, die Tilmann von Heinzenberg 1375 an den Wildgrafen Otto von Kyrburg verkaufte.
Wirtschaftlich tendierten die Einwohner von Heimberg und Krebsweiler nach Kirn, wo für die Beschickung des dortigen Marktes noch 1579 der sog. "Zollhafer" an die Herren von Steinkallenfels gezahlt wurde.

Einer Beschreibung des Amtes Naumburg vom Jahr 1785 zufolge standen in Krebsweiler 30 Häuser, worin insgesamt 32 Familien wohnten. Die Häuser seien "klein und schlecht, obgleich der Ort wohlhabend" sei, heißt es in der Amtsbeschreibung.
Krebsweiler war der Hauptweinort im Amt Naumburg, wo jährlich bis zu 40 Fuder Wein (ca. 400 hl) geerntet wurden. Das schönste Haus, soll das "Barth´sche Haus" gewesen sein. Heimberg zählte lediglich 16 einstöckige Häuser mit ebenso vielen Familien. Der Großteil der Bevölkerung der beiden Zwillingsdörfer war evangelisch-reformiert.

Nach der französischen Besitzergreifung des linksrheinischen Gebietes und der sich anschließenden Gebiets- und Verwaltungsreform wurden Heimberg und Krebsweiler der Mairie Hundsbach zugeteilt. Nachdem dieser Gemeindeverband ab 1815 als "Oberschultheißerei Hundsbach" weitergeführt wurde, wechselte der Amtssitz in den zwanziger Jahren des 19. Jh.s wieder nach Becherbach, das von nun an den Amtsort der hessen-homburgischen Bürgermeisterei Becherbach im Oberamt Meisenheim bildete. Das Oberamt Meisenheim kam 1866 an Preußen, das 1869 das Oberamt zu einem preußischen Landkreis erhob. Beim Amt Becherbach, das 1932 Bestandteil des Kreises Bad Kreuznach wurde, verblieben beide Ortsgemeinden bis zum Jahr 1940. Nach der Auflösung dieses Amtes kamen Heimberg und Krebsweiler zum Amt Kirn-Land, wo sie bis 1969 als selbständige Ortsgemeinden verblieben. Nach ihrem Zusammenschluss zur Ortsgemeinde Heimweiler ist diese Bestandteil der Verbandsgemeinde Kirn-Land.

 
 
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