Becherbach

 

Ortsbürgermeister: Frank Schätzel
In der Flurwiese 6, 55608 Becherbach
Homepage: www.becherbach.eu


Die Geschichte

In der Becherbacher Gemarkung bezeugen Bodenfunde bereits eine Besiedlung während der Römerzeit.

Der Ortsname leitet sich möglicherweise vom mhd. "bechaere" her und dürfte inhaltlich mit der Gewinnung von Pech bzw. Holzkohlenverarbeitung in Verbindung stehen.

Gelegen an einer Handelsstraße, die den Kirner Raum mit dem Glantal verband, war Becherbach im Mittelalter Verwaltungs- und Gerichtssitz für eine Reihe umliegender Dörfer. Zum Gericht Becherbach gehörten die Dörfer Becherbach, Krebsweiler, Heimberg, Limbach, Otzweiler, Schmidthachenbach und Thal, eine kleine Siedlung mit 4 Haushaltungen im Jahr 1599, deren Bewohner gewisse Sonderprivilegien genossen. Über den Standort dieses später wüst gewordenen Dorfes gibt es Vermutungen (z.B. bei der Naumburg oder zwischen Otzweiler und Becherbach), aber keine Gewissheit.
Der Unteramtsbezirk Becherbach war Bestandteil des Amtes Naumburg, das - neben dem Becherbacher Gericht - von den Gerichten Bärenbach, Martin-Weierbach, Oberhachenbach, Oberreidenbach und Löllbach gebildet wurde.

Dieses Amt Naumburg wurde von den Raugrafen, einer Seitenlinie der Wildgrafen, im Jahr 1349 zur Hälfte, gegen Ende des 14.Jh.s ganz an die Grafen von Sponheim-Kreuznach abgetreten.
Der Verwaltungssitz des Amtes war die Naumburg bei Bärenbach, die mit ihrem Besitzer Raugraf Emich im Jahre 1146 erstmals erwähnt wird.

Bei der 1707 erfolgten Teilung der Vorderen Grafschaft Sponheim wurde das Amt Naumburg dem badischen Anteil zugewiesen. 1776 wurde der Amtssitz nach Herrstein verlegt.

Wirtschaftlich tendierten die Einwohner des Naumburger Amtes nach Kirn, wo, wie aus dem Jahre 1579 bezeugt ist, für den Besuch des Kirner Marktes der sog. "Zollhafer" als Einfuhrzoll und Verkaufssteuer an die Ganerben von Steinkallenfels zu zahlen war.

Der Gerichtsbezirk Becherbach war zugleich Pfarrbezirk, dessen Mutterkirche in Becherbach stand. Erst 1820 kam Schmidthachenbach zur Pfarrei Sien.
Die kirchlichen Verhältnisse in der Pfarrei Becherbach bestimmten von 1345-1606 die Herren von Oberstein, später die Herren von Löwenstein und Herren von Schmidtburg.

Nach der Einführung der Reformation im Jahre 1557 war Becherbach bis zum Jahre 1706 vorwiegend protestantisch, danach herrschte bis 1892 ein Simultanverhältnis.
Die Kirche besitzt einen romanischen Kirchturm aus dem 12. Jh., an den in den Jahren 1783-88 anstelle einer baufälligen Vorgängerin ein neues Kirchenschiff gebaut wurde. Im Jahre 1837 wurde der dreigeschossige Turm um zwei Geschosse erhöht und mit dem spitzen Turmhelm versehen.

Im Jahre 1785 zählte Becherbach 45 Häuser mit 46 Familien. Einige Häuser waren zweistöckig. Eine katholische Volksschule gab es seit 1757, obgleich in Becherbach lediglich 5 katholische Familien wohnten. Unter den Protestanten überwog das reformierte Bekenntnis und jedes Bekenntnis hatte seinen eigenen Lehrer.
Nach der Eroberung durch französische Revolutionstruppen kamen ab 1794 die Dörfer des alten Amtes Naumburg unter französische Herrschaft. Becherbach verlor vorübergehend seine Funktion als Amtsort und gehörte ab 1801/02 zur Mairie Schmidthachenbach. Dazu gehörten die Dörfer Becherbach, Otzweiler, Limbach, Heimberg, Krebsweiler und Bärenbach.

Nach dem Ende der französischen Herrschaft unterstand ab 1814 das Gebiet zunächst einer bayerisch-österreichischen Übergangsverwaltung, wurde im folgenden Jahr preußisch und kam schließlich 1816/17 an das Landgrafentum Hessen-Homburg.
Becherbach wurde nun als sog. "Oberschultheißerei" wieder Sitz einer Amtsbürgermeisterei im Hessen-Homburgischen Oberamt Meisenheim.
Nach dem Aussterben des hessen-homburgischen Hauses kam 1866 die Landgrafschaft auf dem Erbweg zunächst an das Großherzogtum Hessen-Darmstadt und fiel nur ein halbes Jahr später endgültig an Preußen.
Mit der Bildung des preußischen Landkreises Meisenheim im Jahre 1869 wurde die Bürgermeisterei Becherbach um die Orte Hoppstädten und Hundsbach, die bis 1940 dort verblieben, erweitert. Im Jahre 1932 wurde der Kreis Meisenheim aufgelöst und in den Kreis Bad Kreuznach integriert. Die Auflösung des Amtes Becherbach und dessen Zuteilung zum Amt Kirn-Land erfolgte 1940. Seit 1969/70 ist die Ortsgemeinde Bestandteil der Verbandsgemeinde Kirn-Land.

 
 
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