Auf einer
Hochfläche vor dem Lützelsoon liegt in 410 m Höhe über NN die Ortsgemeinde Oberhausen.
Der Ort ist über die Kreisstraße K 5 mit Kirn und Hennweiler sowie über die
Kreisstraße K 11 mit dem Ortsteil Karlshof der Gemeinde Hochstetten-Dhaun verbunden. Die
Gemarkung von Oberhausen ist ca. 4,6 qkm groß.
Oberhausen war im Mittelalter eine Ausbausiedlung von Hennweiler. Die früheste Erwähnung
des Ortsnamens findet sich in einem Weistum des Gerichts Hennweiler vom Jahr 1346, worin
"Hermann von Obirnhusen" als Gerichtsschöffe genannt wird. Oberhausen gehörte
damals zur "Vogtei Heinzenberg", einem mittelalterlichen Gerichts- und
Verwaltungsbezirk, der von den Siedlungen Hennweiler, Oberhausen, Guntzelnberg,
Rode, Heinzenberg und dem Eigener Hof gebildet wurde. Der Vogteibezirk war zugleich
Pfarrbezirk, dessen "Mutterkirche" die Stephanus-Kirche in Hennweiler war.
Nach der Erbauung der Burg Wartenstein um die Mitte des 14. Jahrhunderts wurde aus der
Vogtei Heinzenberg das "Amt Hennweiler", wozu Oberhausen gehörte. Unter
französischer Herrschaft kam das Dorf zur Mairie Kirn, aus welcher sich später die
preußische Bürgermeisterei Kirn herausformte.Oberhausen verzeichnete in den vergangenen
Jahren einen stetigen Bevölkerungszuwachs. Mit der Ausweisung weiterer Wohnbaugebiete
wird das Dorf mit derzeit etwa 1040 Einwohnern weiter wachsen.
Die Gemeinde unterhält einen eigenen Kindergarten, der auch von den Kindern aus
Hahnenbach besucht wird.
In der Ortsgemeinde überwiegt die evangelische Konfession, deren Mitglieder zur
evangelischen Kirchengemeinde Hennweiler-Oberhausen-Hahnenbach gehören. Die
denkmalgeschützte evangelische Kirche in Oberhausen stammt aus der zweiten Hälfte des
15. Jahrhunderts. Ihr Kirchenschiff wurde im Jahr 1743 neu erbaut. Die Ortsgemeinde
beherbergt das katholische Pfarramt mit der 1897/98 erbauten Pfarrkirche "Mariä
Himmelfahrt". Kirche und Pfarrhaus sind Bauwerke der Neugotik, die bis um die
Jahrhundertwende besonders für Kirchen der katholischen Konfession charakteristisch ist.
Ein weiteres zur Ortsgemeinde gehörendes Kulturdenkmal ist Schloß Wartenstein, das bis
zum Ende der Feudalzeit Amtssitz der Reichsherrschaft Wartenstein war.
Ein Naturgebilde besonderer Art bilden die "Oberhauser Felsen". An dem bizarren
Quarzitkamm, der einen südlichen Abschluß der Hennweiler Hochfläche bildet, dürfen
sich auch Kletterfreunde versuchen.
Wappenbeschreibung

Schloß
Wartenstein
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